Nutricia Forum für Muttermilchforschung

Das Nutricia-Forum für Muttermilchforschung hat das Ziel, den wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Muttermilchforschung zu fördern und ausgewählte Projekte in diesem Bereich zu unterstützen. Damit will es insbesondere Ärzte, Hebammen, Kinderkrankenschwestern und andere im Gesundheitsbereich aktive Personen und Organisationen ansprechen.

Das Forum will auch dazu beitragen, dass durch diese Form des wissenschaftlichen Austauschs die Motivation zur Stillempfehlung noch weiter wächst und noch mehr Säuglinge gestillt werden.

 

Die Bewerbungsphase für die beiden Nutricia Stillpreise läuft

Auch in diesem Jahr wird das Wissenschaftliche Preiskomitee des Nutricia Forums zum sechsten Mal den Nutricia Wissenschaftspreis zur Erforschung der Muttermilch sowie den Nutricia Praxispreis zur Förderung des Stillens vergeben.

Die Preise sind jährlich mit 20.000 Euro dotiert (10.000 Euro pro Preis).
Die Bewerbungsfrist endet am 15. Oktober 2018.

Der aktuelle Nutricia Wissenschaftspreis ging dieses Jahr an Kinderarzt Dr. Jens Maschmann aus Jena, der Übertragungswege bestimmter Viren von Muttermilch auf Frühgeborene erforschte und ein besonders schonendes Verfahren entwickelte, diese Viren zu zerstören und gleichzeitig die hohe Qualität der Muttermilch zu erhalten.

Der Nutricia Praxispreis zur Förderung des Stillens ging an Heidi Kuntz und Tanja Rieber, beide Hebammen und Studentinnen der Berufspädagogik im Gesundheitswesen der Hochschule Fürth, die einen Bierdeckel entwickelt haben, um das Stillen an öffentlichen Plätzen zu fördern.

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Top-News


Kürzerer Klinikaufenthalt nach Geburt durch multidisziplinäre Betreuung mit Stillberatung

Ein neues Betreuungsmodell wurde untersucht, ob es den Klinikaufenthalt nach der Geburt verkürzen kann.

 
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Mitarbeiter am Ottawa Hospital und am Monarch Centre in Ottawa, Kanada, sowie weitere kanadische und englische Forscher wollten herausfinden, ob durch ein ausgelagertes Betreuungsmodell der Klinikaufenthalt nach Geburt weiter verkürzt werden kann. In diesem Modell erhielten Mütter mit ihren Neugeborenen innerhalb 48 Stunden nach Klinikentlassung einen Termin im Monarch Centre, das ein multidisziplinäres Team aus Hebammen, Ärzten und Stillberaterinnen zur Verfügung stellt. Ziel dieses Termins ist die Untersuchung und Beratung von Mutter und Kind sowie die Koordination zwischen Entbindungsklinik, Eltern und weiteren kommunalen Einrichtungen zur Pflege und medizinischen Versorgung des Neugeborenen.

Durch die Implementierung des neuen Modells konnten sowohl der Aufenthalt nach Kaiserschnitt (von durchschnittlich 66 auf 46 Stunden) als auch nach vaginaler Geburt (von 37 auf 31 Stunden) reduziert werden – ebenso der Anteil an Müttern, die länger als 48 Stunden blieben. Der Anteil an Säuglingen, die innerhalb von 30 Tagen nachuntersucht werden mussten, stieg nur leicht von 1,1 auf 1,9 Prozent an.

Die Autoren sehen ihr neues Modell der Neugeborenenversorgung als sicher und als potenziell kostenreduzierend an und empfehlen es für die Umsetzung in anderen Kliniken.

Hardy G, Colas JA, Weiss D et al. Effect of an innovative community-based care model, the Monarch Centre, on postpartum length of stay: an interrupted time-series study. CMAJ Open 2018;6:E261-8

Abstract unter: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30012645

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