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Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Frühgeborene, Trinkmenge
15.10.2013

Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Muttermilchmenge und Sepsis bei Frühgeborenen

Untersuchungen am Rush University Medical Center in Chicago, USA, konnten zeigen, dass die Sepsisrate Frühgeborener umso niedriger lag, je mehr die Kinder Muttermilch tranken.

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Sehr kleine Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1.500 g er-kranken häufig an systemischen bakteriellen Infektionen (Sepsis). Sepsis bei Frühgeborenen geht mit erhöhter Letalität und signifikanter Langzeitmorbidität einher, insbesondere der Lunge und des zentralen Nervensystems. Neben den gesundheitlichen Folgen spielen auch hohe Behandlungskosten in der Neonatologie eine Rolle.

Forscher der Kinderklinik in Chicago haben die Sepsisrate bei Frühgeborenen mit der Trinkmenge an Muttermilch in Beziehung gesetzt. Untersuchungszeitraum waren die ersten 28 Tage nach der Geburt.

Sie stellten fest, dass das Risiko einer Sepsis bei vermehrter Muttermilchmenge signifikant erniedrigt war. Für jede Erhöhung der Muttermilchmenge um 10 ml pro Kilogramm Körpergewicht und Tag senkte sich das Sepsisrisiko um 19 %.

Patel AL, Johnson TJ, Engstrom JL, Fogg LF, Jegier BJ, Bigger HR, Meier PP. Impact of early human milk on sepsis and health-care costs in very low birth weight infants. J Perinatol 2013;33:514-9.

Originalarbeit unter:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23370606

 

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