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Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Infektionen, Zusammensetzung
01.07.2014

Muttermilch-Antibiotikum Lactoferricin

Forscher der Universität Graz haben das in der Muttermilch vorkommende Peptid Lactoferricin in seiner natürlichen antibakteriellen Aktivität verstärkt und dessen Wirkung untersucht.

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Lactoferricin als antibakterielles Peptid ist Bestandteil der Muttermilch, in seiner natürlichen Form jedoch zu schwach, um wirksam gegen schwere Infektionen zu sein. Wissenschaftler der Universität Graz haben daher die Aminosäure-Sequenz von Lactoferricin verändert und die Peptidderivate acyliert, sprich eine Fettsäurekette angehängt.

Die in der Folge getätigten Untersuchungen haben gezeigt, dass sowohl die acylierten als auch die nicht acylierten Varianten die Zellmembran des Bakteriums Escherichia coli, das als Modellorganismus herangezogen wurde, stark schädigen. Die positiv geladenen Peptide docken an die negativ geladenen Lipide der Bakterienzellmembran an und brechen diese auf. Weiterhin stören die acylierten Peptide auch die Zellteilung und damit die Vermehrung der Bakterien.

Zweytick D, Japelj B, Mileykovskaya E, Zorko M, Dowhan W, Blondelle SE, Riedl S, Jerala R, Lohner K. N-acylated peptides derived from human lactoferricin perturb organization of cardiolipin and phosphatidylethanolamine in cell membranes and induce defects in Escherichia coli cell division. PLoS One. 2014 Mar 3;9(3):e90228

Originalarbeit unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3940911/

 

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