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Stichworte/Themen: Frauenmilch
06.07.2015

Hochdruckbehandlung könnte Alternative zur Pasteurisierung von Frauenmilch sein

Forscher des Forschungsunternehmens CICYTEX in Badajoz, Spanien, verglichen Pasteurisierung – die bisher übliche Form der Haltbarmachung von gespendeter Frauenmilch – mit einem Hochdruckverfahren.

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Gespendete Frauenmilch muss aus hygienischen Gründen behandelt und haltbar gemacht werden – in der Regel geschieht dies durch Pasteurisierung, also Wärmebehandlung. Um zu sehen, ob alternativ auch eine Hochdruck-behandlung der Frauenmilch möglich ist, analysierten die Forscher den Anteil an flüchtigen Substanzen in Muttermilch, der nach der jeweiligen Behandlung noch vorhanden war. Je höher der Anteil an diesen Substanzen, beispielsweise aliphatischen Kohlenwasserstoffen, umso schonender sei die Behandlung.

Sie fanden heraus, dass der Anteil an flüchtigen Substanzen nach einer Hochdruckbehandlung mit 400 oder 600 Millipascal über drei Minuten sich gegenüber unbehandelter Frauenmilch kaum unterschied. Dagegen waren flüchtige Substanzen sowohl nach Pasteurisierung als auch nach Hochdruckbehandlung mit 600 Millipascal über sechs Minuten deutlich reduziert. Die Autoren folgern daraus, dass kürzere Hochruckbehandlung über drei Minuten daher eine Alternative zur Pasteurisierung sein könnte.

Contador R, Delgado FJ, García-Parra J, Garrido M, Ramírez R. Volatile profile of breast milk subjected to high-pressure processing or thermal treatment. Food Chem 2015;180:17–24

Abstract unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25766796

 

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