Die folgenden Informationen sind Zusammenfassungen aktueller Studien und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung des Nutricia-Forums wider. Informationen, die über diese Meldungen hinausgehen, müssen bei den jeweils genannten Fachautoren nachfragt werden.

 
 
Stichworte/Themen: Psychologische Aspekte, Gesundheitseffekte
20.10.2015

Weniger Schmerzen bei Blutabnahme durch Stillen

Säuglinge werden im Rahmen des Neugeborenenscreenings standardmäßig einer Blutabnahme unterzogen, meist durch Stechen in die Ferse. Jetzt wurde untersucht, ob Stillen hilft, die Schmerzen dabei zu lindern.

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Neugeborenenscreening ist wichtig und hilft, behandelbare Stoffwechsel-erkrankungen, wie Phenylketonurie, klassische Galaktosämie und Hypothyreose, zu identifizieren. Dafür wird in der Regel vom 4. bis zum 7. Tag nach der Geburt eine geringe Blutmenge durch einen Stich in die Ferse des Kindes gewonnen.

Ein Forschungsteam des Princess Muna College of Nursing, Mutah University, Amman, Jordanien, hat jetzt in einer randomisierten Studie untersucht, welchen Einfluss mütterliches Halten und Stillen auf das Schmerzempfinden des Kindes haben. Dafür wurde eine Gruppe der insgesamt 128 Neugeborenen bei der Blutabnahme an der Ferse entweder lediglich von der Mutter auf dem Schoß gehalten, während die Kinder der anderen Gruppe gehalten und gleichzeitig gestillt wurden.

Die Forscher konnten mittels einer Schmerzskala (Neonatal Infant Pain Score), die unter anderem Faktoren wie Weinen, Gesichtsausdruck, Atmung, Körperhaltung und Gemütszustand berücksichtigt, zeigen, dass gleichzeitiges Halten und Stillen – im Vergleich zum Halten ohne Stillen – hochsignifikant die Schmerzen bei der Blutabnahme reduziert.

Obeidat HM, Shuriquie MA. Effect of Breast-Feeding and Maternal Holding in Relieving Painful Responses in Full-Term Neonates: A Randomized Clinical Trial. J Perinat Neonatal Nurs 2015 29:248-54

Abstract unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26218818

 

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