Die folgenden Informationen sind Zusammenfassungen aktueller Studien und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung des Nutricia-Forums wider. Informationen, die über diese Meldungen hinausgehen, müssen bei den jeweils genannten Fachautoren nachfragt werden.

 
 
Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Infektionen
20.10.2015

Immunfaktoren in Muttermilch reduzieren das Risiko der HIV-Übertragung

Obwohl Muttermilch von HIV-1-erkrankten Müttern das Aidsvirus enthält, ist die Übertragungsrate auf den gestillten Säugling jedoch gering. Hier könnte der Gehalt an Gesamt- und sekretorischem IgA eine entscheidende Rolle spielen.

res

Um herauszubekommen, welche Faktoren vor der HIV-Übertragung auf den Säugling schützen, verglichen Forscher der Duke University School of Medicine, North Carolina, USA, die Antikörper in der Muttermilch und im Plasma von HIV-1 übertragenden Müttern mit denen, die dieses Virus nicht übertrugen.

Sie fanden heraus: je stärker das mütterliche Immunsystem auf das HIV-1-Oberflächeneiweiß reagierte – gemessen an der Konzentration an Gesamt- und sekretorischem IgA in Muttermilch und Plasma – umso geringer war die Übertragungsrate des Virus auf das Kind. IgG spielte dagegen keine Rolle.

Die nächsten Schritte wären jetzt, so die Wissenschaftler, die Untersuchung der Wirkungsmechanismen von IgA sowie Maßnahmen zur Erhöhung der mütterlichen IgA-Antwort.

Pollara J, McGuire E, Fouda GG et al. Association of HIV-1 Envelope-Specific Breast Milk IgA Responses with Reduced Risk of Postnatal Mother-

to-Child Transmission of HIV-1. J Virol 2015 Jul 22. pii: JVI.01560-15. [Epub ahead of print]

Abstract unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26202232

 

Newsletter Heft 3/2018

Forum Kompakt erscheint vierteljährlich und informiert über neueste Ergebnisse der internationalen Muttermilchforschung.

Um diesen Newsletter zu abonnieren, klicken Sie hier. Sie können ihn aber auch hier herunterladen.

 

Wichtiger Hinweis


Diese Seiten beinhalten wissenschaftliche Informationen und sind aus rechtlichen Gründen nur für Fachkräfte aus dem Wissenschafts- und Gesundheitsbereich (z.B. Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern, Wissenschaftsjournalisten) konzipiert.


ok Ja, ich bin als Fachkraft im Gesundheitsbereich tätig.