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Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Frühgeborene, Frauenmilch
24.02.2016

Muttermilch als Schutzfaktor für Frühgeborenen-Retinopathie

Frühgeborenen-Retinopathie ist eine häufig vorkommende Störung der Blutgefäße in der Netzhaut (Retina), die zu ihrer kompletten Ablösung führen kann. Die Fütterung mit Muttermilch scheint das Risiko dieser Erkrankung zu vermindern.

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Beatmung mit Sauerstoff, Bluttransfusionen und erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut aufgrund des Atemnotsyndroms bei Frühgeborenen können zur Frühgeborenen-Retinopathie führen. Ob Muttermilchfütterung das Risiko dieser Erkrankung senken kann, hat ein internationales Team aus China, Kanada und Großbritannien jetzt retrospektiv untersucht. In einer Metaanalyse von fünf Studien mit insgesamt 2.208 Frühgeborenen, die entweder Muttermilch oder eine Frühgeborenennahrung bekamen, konnten sie eine Reihe von Effekten feststellen. Beispielsweise sank das Risiko der Frühgeborenen-Retinopathie um 71 % bei ausschließlicher Muttermilchfütterung, um 49 % bei hauptsächlicher Muttermilchfütterung und um 46 % bei Muttermilchfütterung in jeglicher Menge. Die Ergebnisse waren noch deutlicher, wenn ausschließlich schwere Verlaufsformen der Frühgeborenen-Retinopathie herangezogen wurden.

Die Autoren ziehen den Schluss, dass, obwohl diese Analyse lediglich auf fünf Studien beruhe, Muttermilchfütterung vor Frühgeborenen-Retinopathie schützt.

Zhou J, Shukla VV, John D, Chen C. Human milk feeding as a protective factor for retinopathy of prematurity: A meta-analysis. Pediatrics 2015;136:e1576-86

Abstract unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26574589

 

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