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Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte
22.12.2016

Frühkindliche Prägung in den ersten 1.000 Lebenstagen: Frischer Knoblauch geht in Muttermilch über

Neueste Ergebnisse aus der Aromaforschung zeigen, dass der mütterliche Verzehr von frischem Knoblauch zu Veränderungen in der Muttermilch hinsichtlich Aroma und Zusammensetzung führt. Über diesen Weg könnte schon frühzeitig eine langfristige Prägung der Essgewohnheiten gestillter Kinder stattfinden.

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Nicht jeder Aromastoff, den eine Stillende über die Ernährung zu sich nimmt, kommt auch in der Muttermilch an. Ob das so ist, hängt beispielsweise von der molekularen Struktur oder der Verstoffwechselung des Aromas ab. Laura Scheffler aus der Forschungsgruppe um Professorin Andrea Büttner der Universität Erlangen-Nürnberg hat jetzt festgestellt, dass etwa zweieinhalb Stunden nach Knoblauchverzehr ein deutliches knoblauch- und kohlähnliches Aroma in Muttermilch wahrgenommen wird. Durch ein speziell entwickeltes chemo-analytisches Verfahren konnte darüber hinaus festgestellt werden, dass nur ein ganz bestimmter Aromastoff aus dem Knoblauch für diese Wahrnehmung verantwortlich ist.

Während für bestimmte Nahrungsmittelaromen, wie beispielsweise aus der Karotte, eine über die Stillzeit hinausgehende geschmackliche Prägung des Kindes stattfinden kann, sei dies für Knoblauch in dieser Form bisher noch nicht nachgewiesen worden.

Die Forschungsgruppe um Professorin Andrea Büttner beschäftigt sich seit Jahren mit Muttermilch und deren Beeinflussung durch die mütterliche Ernährung und erhielt dafür 2013 den Nutricia Wissenschaftspreis zur Erforschung der Muttermilch. Die hier zitierte Arbeit wurde von der Deutschen Forschungs-gemeinschaft gefördert.

Scheffler, L; Sauermann, Y; Zeh, G; Hauf, K; Heinlein, A; Sharapa, C; Buettner, A. Detection of volatile metabolites of garlic in human breast milk. Metabolites 2016 6;E18 doi:10.3390/metabo6020018

Gesamte Publikation unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27275838

 

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