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Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Zusammensetzung
15.08.2017

Eiweiße aus Hühnerei können in die Muttermilch übergehen

In einer Untersuchung der University of Connecticut, USA, stieg bei Stillenden der Ovalbumingehalt der Muttermilch nach erhöhtem Eierverzehr. Bei einem Drittel der Frauen konnte dieses Hühnereiprotein allerdings nicht nachgewiesen werden.

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Ovalbumin ist das am meisten vorkommende Eiweiß in Hühnereiklar und kann bei sensibilisierten Menschen eine Allergie auslösen. In dieser Studie wurde Muttermilch von Stillenden, die in den ersten sechs Laktationswochen mehr als vier Eier pro Woche gegessen hatten, mit Muttermilch von Frauen, die in dieser Zeit keine Eier aßen, verglichen. Pro verzehrtem Ei stieg nicht nur der Ovalbumingehalt der Muttermilch in der Eiergruppe um 25 Prozent, sondern auch der eispezifische Plasma-IgG4-Gehalt (als Marker für eine Sensibilisierung) der voll gestillten Säuglinge um 22 Prozent. Allerdings reagierten die Mütter sehr unterschiedlich auf Eier in ihrer Ernährung: Bei einem Drittel konnte gar kein Ovalbumin in der Muttermilch nachgewiesen werden. Die Forscher ziehen den Schluss, dass Stillen durch den Übergang von Nahrungsmitteleiweißen in die Muttermilch zur oralen Toleranzbildung bei Säuglingen beitragen kann.

Metcalfe JR, Marsh JA, D'Vaz N, Geddes DT, Lai CT, Prescott SL, Palmer DJ (2016) Effects of maternal dietary egg intake during early lactation on human milk ovalbumin concentration: a randomized controlled trial. Clin Exp Allergy 46:1605-13

Abstract unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27562481 e

 

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