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Stichworte/Themen: Psychologische Aspekte, Stillerfolg
23.01.2017

Geburtseinleitung durch Prostaglandine beeinflusst Stillrate und Bindung zum Kind

Untersuchungen aus Italien deuten darauf hin, dass eine künstliche Geburtseinleitung sowohl die Gefühlslage der Mutter und ihre Beziehungzum Kind als auch die Stilldauer signifikant beeinflussen kann.

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In dieser Studie wurde bei 180 Wöchnerinnen der Einfluss künstlicher Geburtseinleitung mittels vaginaler Prostaglandin-E2-Gabe in Schwangerschaftswoche 41 plus drei Tage auf ihre Gefühlslage, Kognition und ihr Verhalten bei Klinikentlassung sowie auf die Stillrate nach einem und drei Monaten untersucht. Neunzig Frauen unterzogen sich wahlweise der Geburtseinleitung, die andere Hälfte bekam keine entsprechende Behandlung.

Die Forscher ermittelten bei den Frauen mit Geburtseinleitung teilweise hochsignifikante Erhöhungen der Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS), State and Trait Anxiety Inventory (STAI-Y),

und Mother to-Infant Bonding Scale (MIBS) – alles Hinweise auf Beeinträchtigungen der psychischen mütterlichen Verfassung und ihrer Bindungsfähigkeit gegenüber dem Kind. Weiterhin fanden sie bei diesen Frauen, dass sie wesentlich seltener ihre Kinder nach einem bzw. drei Monaten noch voll stillten.

Zanardo V, Bertin M, Sansone L, Felice L. The adaptive psychological changes of elective induction of labor in breastfeeding women. Early Hum Dev 2016;104:13-6

Abstract unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27914274

 

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