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Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Fettsäuren & LCP
06.04.2019

LCP-Gehalt in Muttermilch korreliert mit niedrigerem Blutdruck bei Jungen

Es wird vermutet, dass Blutdruck (BP) und Blutlipidprofile (BLP) eines Erwachsenen schon in der Kindheit geprägt werden. Als Mediatoren für einen positiven Langzeiteffekt wurden langkettige, mehrfach

ungesättigte Fettsäuren (LCP) aus der Muttermilch postuliert.

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Dänische Forscher aus Odense haben jetzt Zusammenhänge zwischen dem LCP-Gehalt der Muttermilch und BP und BLP der Nachkommen untersucht. Beide Parameter wurden nach 4, 18 und 36 Monaten gemessen. Obwohl sie keine generellen Zusammenhänge feststellen konnten, zeigten Jungen mit vier Monaten einen niedrigeren systolischen und diastolischen BP bei hohem n-3-LCP-Gehalt der Muttermilch. Dagegen zeigten Mädchen mit vier Monaten niedrigeres HDL-Cholesterin und höhere Triglyceride, wenn der n-3-LCP-Gehalt der Muttermilch hoch lag. Es wurden noch weitere geschlechtsspezifische Zusammenhänge ermittelt, die aber nicht signifikant waren.

Die Autoren schließen daraus, dass n-3-LCP der Muttermilch geschlechtsspezifisch frühe kardiometabolischen Faktoren beeinflussen können.

Bruun S, van Rossem L, Lauritzen L et al. Content of n-3 LC-PUFA in breast milk four months postpartum is associated with infancy blood pressure in boys and infancy blood lipid profile in girls. Nutrients. 2019 Jan 22;11(2). pii: E235. doi: 10.3390/nu11020235

Volle Publikation unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30678226

 

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