Die folgenden Informationen sind Zusammenfassungen aktueller Studien und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung des Nutricia-Forums wider. Informationen, die über diese Meldungen hinausgehen, müssen bei den jeweils genannten Fachautoren nachfragt werden.

 
 
Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Zusammensetzung
10.08.2019

Muttermilchmikrobiom: Neue Einflussfaktoren erforscht

Muttermilch enthält Bakterien, die für die Entwicklung der kindlichen Gesundheit als wichtig erachtet werden. Mit neuen Forschungsmethoden konnten kanadische Forscher jetzt Faktoren ermitteln, die deren Zusammensetzung beeinflussen.

res

In einer der bisher umfangreichsten Studien zum Muttermilchmikrobiom – der kanadischen CHILD Cohort Study – Müttern untersucht. Einflussfaktoren auf das Muttermilch-Mikrobiom waren der mütterliche Body Mass Index (BMI), die Art der Entbindung (vaginal oder per Kaiserschnitt) und verschiedene Muttermilchkomponenten, unter anderem Muttermilch-Oligosaccharide.

Die größten Unterschiede bezüglich der bakteriellen Zusammensetzung verursachte die Verwendung von Milchpumpen im Vergleich zum direkten Stillen. Während abgepumpte Milch weniger Bifidusbakterien und mehr Enterobacteriaceae und potenziell pathogene Steno-trophomonas und Pseudomonadaceae enthielt, wies die direkt getrunkene Milch mehr Actinobakterien und Veillo-neallaceae auf. Dies, so die Forscher, zeige den Einfluss der kindlichen Mundflora auf die Zusammensetzung des Muttermilchmikrobioms.

Moossavi S, Sepehri S, Robertson B et al. Composition and Variation of the Human Milk Microbiota Are Influenced by Maternal and Early-Life Factors. Cell Host Microbe 2019;25:324–35

Abstract unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30763539

 

Newsletter Heft 4/2019

Forum Kompakt erscheint vierteljährlich und informiert über neueste Ergebnisse der internationalen Muttermilchforschung.

Um diesen Newsletter zu abonnieren, klicken Sie hier. Sie können ihn aber auch hier herunterladen.

 

Wichtiger Hinweis


Diese Seiten beinhalten wissenschaftliche Informationen und sind aus rechtlichen Gründen nur für Fachkräfte aus dem Wissenschafts- und Gesundheitsbereich (z.B. Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern, Wissenschaftsjournalisten) konzipiert.


ok Ja, ich bin als Fachkraft im Gesundheitsbereich tätig.