Die folgenden Informationen sind Zusammenfassungen aktueller Studien und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung des Nutricia-Forums wider. Informationen, die über diese Meldungen hinausgehen, müssen bei den jeweils genannten Fachautoren nachfragt werden.

 
 
Stichworte/Themen: Gesundheitseffekte, Fettsäuren & LCP, Zusammensetzung
30.10.2019

Übergewicht bereits vor der Schwangerschaft verringert den Effekt von Muttermilch auf das kindliche Wachstum

Muttermilch enthält entzündungshemmende und -fördernde Substanzen sowie Hormone, die das Wachstum des Kindes beeinflussen können. Neue Studien untersuchten, ob dieser Effekt durch den Gewichtsstatus der Mutter vor der Schwangerschaft beeinflusst wird.

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Forscher an der Louisiana State University in New Orleans, USA, analysierten vier bis acht Wochen nach der Geburt die Mengen an entzündungsfördernden Zytokinen (TNF-α, IL-6), Hormonen (Insulin, Leptin) und LCPs (n-6, n-3) in Blut und Muttermilch von Müttern – eingeteilt in normal- oder übergewichtig vor der Schwangerschaft – und korrelierten sie mit dem kindlichen Wachstum (Gewicht, Länge, Kopfumfang und Fettmasse). Die Untersuchungen zeigten, dass das Gewicht der Kinder bei normalgewichtigen Frauen auf unterschiedliche Weise mit dem Gehalt an TNF-α, IL-6, Leptin, Insulin, n-6 und n-3 in der Muttermilch korrelierte, dagegen nicht bei den Kindern der übergewichtigen Frauen.

Dies könnte eine Erklärung für den programmierenden Effekt des mütter-lichen Übergewichts auf den Stoffwechsel des Kindes sein, müsste aber in ähnlichen Untersuchungen mit längerer Studienzeit erforscht werden, so die Autoren.

Nuss H et al. Maternal pre-pregnancy weight status modifies the influence of PUFAs and inflammatory biomarkers in breastmilk on infant growth. PLoS One 2019;14:e0217085

Vollständige Publikation unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6541358/

 

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